Bei einem eBay-Angebot mit Varianten können Käufer beispielsweise zwischen verschiedenen Zubehörpaketen, Aufklebern oder Befestigungsarten wählen. Fehlerhafte oder nicht mehr benötigte Auswahlmöglichkeiten sollen sich normalerweise einfach entfernen oder umbenennen lassen. Die aktuelle Bearbeitungsmaske von eBay ist dabei allerdings missverständlich aufgebaut.
Zwei Bereiche mit unterschiedlichen Aufgaben
Nach dem Öffnen des Varianteneditors zeigt eBay zwei Bereiche:
Auf der rechten Seite stehen die „ausgewählten Attribute und Optionen“. Nur diese Werte werden für die Varianten des Angebots verwendet. Entfernt man dort eine Option über das kleine „x“, verschwindet sie aus der rechten Aufstellung.
Auf der linken Seite befindet sich dagegen die Liste der verfügbaren Optionen des gerade ausgewählten Attributs. Ein rechts entfernter Wert wird nicht vollständig gelöscht, sondern lediglich abgewählt. Anschließend erscheint er links weiterhin als anklickbare Option. Durch einen erneuten Klick könnte er wieder in das Angebot aufgenommen werden.
Das kleine „x“ ist somit kein Löschknopf für den Eintrag selbst. Es entfernt lediglich die Zuordnung zur rechten Seite.
Welche Optionen sehen Käufer?
Entscheidend ist ausschließlich die rechte Spalte. Eine Option, die nur noch links angezeigt wird, gehört nicht mehr zu den ausgewählten Varianten. Sie wird Käufern nach dem Speichern des geänderten Angebots nicht als Auswahl angeboten.
Damit die Änderung übernommen wird, müssen folgende Schritte abgeschlossen werden:
- Die nicht mehr benötigte Option rechts mit dem „x“ abwählen.
- Auf „Varianten aktualisieren“ klicken.
- Die anschließend erzeugte Variantentabelle kontrollieren.
- Das vollständige Angebot speichern beziehungsweise aktualisieren.
Bleibt ein alter Wert danach links stehen, handelt es sich lediglich um einen verfügbaren Wert innerhalb des Varianteneditors. Das bedeutet nicht, dass diese Variante weiterhin verkauft wird.
Lassen sich die Einträge auf der linken Seite löschen?
In der normalen eBay-Bearbeitungsmaske gibt es keine Schaltfläche, mit der ein einzelner eigener Optionswert dauerhaft aus der linken Auswahlliste gelöscht werden kann. Es fehlt sowohl ein Papierkorb als auch eine Bearbeitungsfunktion.
Das ist besonders störend, wenn sich dort Tippfehler, alte Formulierungen oder mehrere ähnlich benannte Werte angesammelt haben. Solche Einträge bleiben unter Umständen als verfügbare Auswahl stehen, obwohl sie rechts nicht mehr verwendet werden.
Für die Funktionsweise des Angebots ist diese interne Auswahlliste jedoch nicht maßgeblich. Solange der falsche Wert rechts nicht ausgewählt ist und keine aktive Variantenkombination mit diesem Wert besteht, kann ein Käufer ihn nicht auswählen.
Eine Option richtig umbenennen
Ein vorhandener Variantenwert lässt sich nicht wie ein gewöhnliches Textfeld überschreiben. Eine Änderung von „am Schlüsselring und Magnet“ zu „mit Schlüsselring und Magnet“ muss deshalb als Austausch vorgenommen werden:
- Den falsch bezeichneten Wert rechts über das „x“ entfernen.
- Unter „Optionen“ auf „+ Eigene erstellen“ klicken.
- Die neue, korrekte Bezeichnung eingeben.
- Den neu angelegten Wert auswählen.
- Auf „Varianten aktualisieren“ klicken.
- Preis, Stückzahl, Artikelnummer und Variantenbilder kontrollieren.
- Das gesamte Angebot speichern.
Auch eBays technische Dokumentation behandelt eine geänderte Bezeichnung nicht als einfaches Umbenennen. Der alte Variantenwert muss entfernt und anschließend als neue Variante mit der korrigierten Bezeichnung angelegt werden.
Vorsicht bei automatisch erzeugten Kombinationen
Besteht ein Angebot aus mehreren Attributen, kombiniert eBay deren Werte miteinander. Bei vier Zubehörpaketen, fünf Aufklebervarianten und vier Befestigungsarten können beispielsweise bis zu 80 Kombinationen entstehen.
Nach dem Entfernen oder Hinzufügen eines Optionswertes berechnet eBay diese Kombinationen neu. Deshalb müssen anschließend insbesondere folgende Angaben überprüft werden:
- Verkaufspreis
- verfügbare Stückzahl
- interne Artikelnummer beziehungsweise SKU
- zugeordnetes Variantenbild
- tatsächlich angebotene Kombinationen
Nicht jede mathematisch mögliche Kombination muss auch verkauft werden. Nicht benötigte Zusammenstellungen sollten in der Variantentabelle entfernt oder deaktiviert werden.
Einschränkungen nach bereits erfolgten Verkäufen
Wurde eine Variante bereits verkauft, kann eBay ihre Daten für die Zuordnung früherer Bestellungen aufbewahren. In solchen Fällen lässt sich eine Variante unter Umständen nicht vollständig aus den internen Angebotsdaten entfernen. Stattdessen kann ihre verfügbare Stückzahl auf null gesetzt werden.
Die Bestellhistorie bleibt dadurch nachvollziehbar, während die betreffende Ausführung nicht mehr neu gekauft werden kann. Nach den offiziellen eBay-Hinweisen können unverkaufte Varianten gelöscht werden; bei bereits verkauften Varianten kann dagegen die dauerhafte Speicherung der früheren Bestelldaten erforderlich sein.
Eine vollständig bereinigte Variantenliste
Wer auch die alten Einträge auf der linken Seite vollständig loswerden möchte, stößt im regulären Varianteneditor an dessen Grenzen. Bei einem neu erstellten Angebot können die gewünschten Attribute und Werte von Anfang an sauber angelegt werden.
Das neue Angebot sollte dafür vollständig neu aufgebaut und nicht lediglich über „Ähnlichen Artikel verkaufen“ kopiert werden, da beim Kopieren vorhandene Variantenangaben übernommen werden können. Dieser Weg hat allerdings einen Nachteil: Die bisherige Verkaufshistorie und die Sichtbarkeit des alten Angebots werden nicht auf das neue Angebot übertragen.
Bei einem gut laufenden Angebot ist es deshalb meistens sinnvoller, die falschen Werte lediglich rechts abzuwählen und links zu ignorieren. Für Käufer zählt nur, welche Varianten nach der Aktualisierung tatsächlich angeboten werden.
Fazit
Das Entfernen einer eBay-Option über das kleine „x“ löscht den Wert nicht aus der linken Auswahlliste. Es nimmt ihn lediglich aus den aktiven Varianten auf der rechten Seite heraus. Eine direkte Lösch- oder Umbenennfunktion für die links gespeicherten Werte bietet die aktuelle Bearbeitungsmaske nicht.
Eine falsche Bezeichnung wird korrigiert, indem die alte Variante abgewählt und eine neue Option mit der richtigen Bezeichnung erstellt wird. Nach dem Aktualisieren müssen sämtliche Preise, Bestände, Artikelnummern, Bilder und Variantenkombinationen sorgfältig kontrolliert werden.